Das Leben des operierten Patienten hängt an einem Faden, - einem geknüpften Faden! Also ist es lebenswichtig, gut zu knüpfen!

Aber wie knüpft man gut???

Am Anfang des Knotens steht die Schlinge:

Aber schon hier beginnt das Dilemma:

In welchem Sinne soll sie gelegt werden?

Welchen Unterschied gibt es zwischen ...

Einem »halben Schlag«

und einer Schlinge?

In der Tat, nur ein geringer Unterschied:

Lediglich die Zugrichtung!

Dieser Unterschied ist allerdings von großer Bedeutung: Die Schlinge hält nur, wenn die Fadenenden in entgegengesetzter Richtung angezogen werden.

In der falschen Richtung gezogen, wirft sich die Schlinge. Sie hält nicht, sondern sie gleitet. Die Seeleute kennen und nutzen diese Eigenschaft: Es ist der »Halb-Schlag«.

Korrekt angezogen ...

hält sie ausgezeichnet ...

aber

verkehrt angezogen ... (als »Halb-Schlag«)

löst sie sich augenblicklich!

Und wenn man noch stärker zieht ...

reißt der Faden an der Abknickungsstelle!!!

Man beschuldigt dann den Faden als zu »brüchig«.

Wenn dagegen die Fäden ordentlich gekreuzt werden, gibt es keine Abknickung, - und somit keine vorprogrammierte Rißstelle, - man muß also die Fäden kreuzen.

Aber Achtung!

Wenn die Schlinge richtig liegen soll, müssen die Fäden vorher gekreuzt werden!

Denn...

wenn die Fäden nicht gekreuzt sind,

dann muß man die Hände kreuzen!!




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